Gründung der NAJU-Edertal am 17.02.2001, übernommen von der Waldeckischen Landeszeitung  mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

Die Kinder drängen sich bei der Gründungsversammlung um Bernd Schock und die Info-Tafel im Fagutop

Naturschutzjugend und Forstamt Edertal gründen "Naturschutzjugend Fagutop" im Wildpark

Kinder lernen Natur und Arten spielerisch verstehen
 

EDERTAL-HEMFURTH (gs).   Natur erleben und verstehen lernen - so könnte das Motto der neu gegründeten Gruppe "Naturschutzjugend im Fagutop" lauten. Unter der Regie von Mitgliedern der Naturschutzjugend Frankenberg und des hessischen Forstamtes Edertal versammelten sich am Sonnabend knapp 40 Kinder im Fagutop des Wildparks Edersee. Sie sind zwischen sieben und zwölf Jahren alt und wollen in den nächsten Monaten bei regelmäßigen Treffen viel lernen über Nistkästen, Fledermäuse, Tiere im Wald oder die Beschaffenheit den Bodens und seiner Bewohner.
Begeisterung und Neugierde stand den Kindern bei der Gründungsversammlung der "Naturschutzjugend im Fagutop" (NAJU) ins Gesicht geschrieben. Während sich die Eltern im Hintergrund aufhielten und den aufgeregten Fragen ihres Nachwuchses lauschten, erläuterte Bernd Schock vom hessischen Forstamt Edertal das Konzept der neuen Jugendgruppe.
 
Arten kennen lernen
 
Zunächst zeigte und erklärte er den Schülern die Waldschule "Fagutop" und das überdachte Freilandklassenzimmer, führte die Kinder zum Pflanzgarten und stellte ihnen das Programm der Naturschutzjugend bis zu den Sommerferien vor. "Wir wollen den Kindern so früh wie möglich Artenkenntnisse vermitteln, denn nur wer sich in der Natur auskennt, ist bereit, schonend mit ihr umzugehen", fasste Bernd Schock die Ziele der Jugendarbeit zusammen. Die Lern- und Lehrinhalte der neu gegründeten "Naturschutzjugend Fagutop" sieht er als Ergänzung zum Schulunterricht. "Natürlich sollen auch Geselligkeit und Spaß bei unserer Jugendarbeit eine große Rolle spielen", so der Forstoberinspektor weiter.
 
Arbeit anderer Gruppen
 
Frank Säumer von der Naturschutzjugend Frankenberg zeigte den Kindern, wie die Arbeit in einer Naturschutzgruppe aussehen kann. Er berichtete von den Erfahrungen und Unternehmungen der Frankenberger und Kreis-Naturschutzjugend, zeigte Dias von Projekten im Wald und beantwortete zahlreiche Fragen. In Frankenberg arbeitet die NAJU seit zwölf Jahren mit Kindern. Weitere aktive Gruppen gibt es in Korbach, Burgwald, Frankenau, Battenberg, Gemünden, Lichtenfels und Twistetal.
 
Lernen mit Spaß
 
Im Mittelpunkt der NAJU-Arbeit stehen Natur- und Artenschutz, die Artenbestimmung von Vögeln und Amphibien, Biotoppflege und Baumpflanzungen. Außerdem bieten die einzelnen NAJU-Grupper Zeltlager, Freizeiten und Seminare an, veranstalten Lagerfeuer, Nachtwanderungen und unterhaltsame Spielenachmittage. Die NAJU-Gruppe "Fagutop" trifft sich von März bis Juni jeden ersten Freitag im Monat von 15 bis 17.30 Uhr. Da es sich um eine offene Gruppe handelt, können interessierte Kinder jederzeit in das Geschehen einsteigen.
Das nächste Treffen findet am 2. März im Wildpark Edersee, "Fagutop", statt. Auf dem Programm stehen die Reinigung und Ergänzung fehlender Nistkästen. "Fledermäuse - Auf Batmans Spuren! Wir bauen einen Fledermauskasten" heißt es am 6. April, und am 4.Mai gibt es unter dem Motto "Auf der Suche nach Tierspuren im Wald" eine Waldwanderung. Treffpunkt ist die Grillhütte in Mehlen.
Bei der letzten Veranstaltung vor den Sommerferien am 1. Juni steht eine Erkundungsreise in den Waldboden auf dem Programm. Die Kinder werden Bodenarten kennen lernen und erfahren, welche Tiere im Laub leben. Treffpunkt ist das "Fagutop" am Eingang vorm Wildpark.


Weitere Informationen zur "Naturschutzjugend Fagutop" gibt es bei Oberforstinspektor Bernd Schock unter der Rufnummer 05623 / 4035 oder "Fagutop" unter 05623 / 4370.


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