Naturschutzjugend auf der Suche nach "Tierspuren im Wald" am 1. Juni 2001

 

Bericht und Bilder von Markus Grosche


  Bilder können durch anklicken vergrößert werden



 
 
Wir begannen unsere Erkundungstour "Tierspuren im Wald" an der Grillhütte Mehlen. Bernd und Erhard kennen als Forstleute das dortige Waldgebiet wie ihre Westentasche und hatten sich für diesen Nachmittag einiges einfallen lassen. Von der Grillhütte hat man übrigens einen schönen Blick über das Edertal und die Naturschutzgebiete "Schwimmkaute" und "Krautwiesen". 
010601NAJU001.jpg (24836 Byte)
010601NAJU003.jpg (33391 Byte) Nach wenigen hundert Metern ging es um die Frage, welche Bäume dort am Waldrand zu sehen waren. Außerdem wurde der Unterschied zwischen Laub- und Nadelbäumen thematisiert.
Beim nächsten Halt ging es um das dort sichtbare Schild "Naturschutzgebiet". Was ist ein Naturschutzgebiet? Wie soll man sich dort verhalten? Eines der Kinder brachte es auf den Punkt: "Vorfahrt für die Natur!" 010601NAJU005.jpg (38642 Byte)
010601NAJU006.jpg (49845 Byte) Ein paar Meter weiter schauten wir uns die Rinde der Bäume an, deren Aussehen und Struktur bei der Bestimmung sehr nützlich ist. 
Anschließend ging es um die Entstehung und Verwendung von Schiefer, wie er an der Hangseite des Weges zu erkennen war. Zuweilen findet man im Schiefer auch kleine Fossilien. So fand eines der Kinder eine Schieferplatte mit dem Abdruck eines Blattes.
010601NAJU008.jpg (33281 Byte)
010601NAJU009.jpg (43739 Byte) An dieser richtig schön matschigen Stelle fühlen sich Wildschweine sauwohl.
Am Wegrand war diese Baumhöhle zu sehen, die Vögeln als Brutmöglichkeit dienen kann. Später kamen wir noch zu einer Spechthöhle mit Jungen darin. Als wir dann ganz leise waren (gar nicht so einfach), konnten wir den Spechtnachwuchs deutlich hören. 010601NAJU011.jpg (57520 Byte)
010601NAJU014.jpg (37815 Byte) "Nanu, was ist denn jetzt los?". Allen Kindern wurden die Augen verbunden. 
Aha, es ging um eine Wildschweinkarawane. Vorne die Sau (pardon, der Bernd) und dahinter die Frischlinge. Hindernisse mussten immer an den jeweiligen Hintermann weitergesagt werden. So ähnlich wie bei der Wilschweinkarawane geht es bei den richtigen Wildschweinen zu, wenn sie nachts den Wald durchstreifen und die Frischlinge sich auf das Muttertier verlassen müssen. 010601NAJU016.jpg (45408 Byte)
010601NAJU018.jpg (52508 Byte) Als die Augenbinden abgenommen wurden, befanden wir uns an der "Blaue Pitsche", einem mitten im Wald gelegenen Teich mit etwa 15m Durchmesser.
Während die "Blaue Pitsche" im Frühjahr viel Wasser führt, fällt sie in niederschlagsarmen Sommern trocken. In unserem Fall führte sie auch nur noch wenig Wasser, das zwischen den Pflanzen in der Sonne funkelte. 010601NAJU019.jpg (52271 Byte)
010601NAJU020.jpg (32751 Byte) Als wir genauer hinsahen, merkten wir, dass es in dem übriggebliebenen Wasser vor Leben nur so wimmelte. Tausende Kaulquappen waren zu sehen. Auch Berg-, Teich- und Fadenmolche sind hier so zahlreich wie in kaum einem anderen Kleingewässer. Da sie unter Schutz stehen, ist es allerdings generell nicht erlaubt, sie mitzunehmen.
Mitten im Wald trafen wir seltsamerweise auf ein Auto mit Unmengen an Getränken im Kofferraum. Wir machten uns sogleich darüber her, um unseren Durst zu stillen. 010601NAJU022.jpg (35233 Byte)
010601NAJU025.jpg (30559 Byte) Anschließen wurde Wald-Memory gespielt. Erhard hatte während der Trinkpause einige natürliche Gegenstände eingesammelt, auf einem Tuch ausgebreitet und mit einem zweiten Tuch abgedeckt. Dann wurde das Tuch kurz auf- und wieder zugedeckt und die Suche im Wald begann.
Nach etwa fünf Minuten kamen alle wieder zusammen. Das zweite Tuch wurde ausgebreitet und die gefundenen Gegenstücke wurden gesammelt. Dabei wurde auch erklärt, um was es sich handelt. Anschließend wurde alles wieder dem Wald zurückgegeben. Man darf ja schließlich aus einem Naturschutzgebiet nichts mitnehmen. 010601NAJU026.jpg (31796 Byte)
Alles in allem ein lehrreicher und lustiger Nachmittag.
Bericht und Bilder von Markus Grosche


Die nächste Veranstaltung findet nach der Sommerpause am 07.09. ab 15.00 Uhr im NABU-Freilandlabor in Bergheim statt. Treffpunkt ist der Kleinparkplatz an der Alten Kirche in der Nähe der Ederbrücke.

Weitere Termine hier


<<zurück