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Was machen wir praktisch?

 
Die Erhaltung der wertvollen Lebensräume in der Edertaler Landschaft mit ihren zahlreichen Kostbarkeiten der heimischen Tier- und Pflanzenwelt ist eine große Aufgabe für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im NABU Edertal. Wir wollen über Natur- und Umweltschutz nicht wie andere nur reden, sondern auch handeln. Deshalb haben wir nebenstehendes Motto gewählt. Naturschutz heißt anpacken

Biotope erhalten und gestalten - Beispiele praktischer Naturschutzarbeit

Lebensräume dürfen nicht isoliert sein, keine "einsamen Inseln" in einer ausgeräumten Landschaft. Z.B. sind für viele Tiere Hecken, Feldraine, Wegränder oder Baumreihen wichtige Verbindungslinien in der Landschaft. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde bemüht sich der NABU Edertal modellhaft um die Entwicklung eines Biotopverbundsystems in der Gemarkung Böhne. Schritt für Schritt werden Maßnahmen umgesetzt, z.B. Obstbäume gepflanzt, Grünlandflächen extensiviert, Kopfweiden geschnitten oder Kleingewässer für Amphibien angelegt. Grundlage ist ein von Dipl. Biol. Manuel Schäfer erarbeitetes Konzept.
 
 

Pflanzung von Obstbaum-Hochstämmen auf gemeindeeigener Streuobstwiese Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des NABU Edertal ist die Erhaltung und Ergänzung von Streuobstbeständen als charakteristischen Elementen der Kulturlandschaft. 1951 gab es im jetzigen Bereich der Gemeinde Edertal (einschließlich der Wildunger Ortsteile Mandern, Wega und Frebershausen) noch 11960 Apfel- und Birnenbäume. Die 1990 abgeschlossene Obstbaumkartierung des NABU Edertal ergab einen Verlust von fast der Hälfte; es wurden nur noch 6520 Bäume erfaßt. Das heißt für die Naturschutzpraxis: Obstbäume pflanzen und pflegen. Erfreulich ist das Interesse, wenn der NABU Fachleute zu Obstbaumschnittlehrgängen einlädt. Der Schutz von Steuobstbeständen hat aber langfristig nur eine Chance, wenn in der Bevölkerung das Nutzungsinteresse wieder wächst. Die Naturlandstiftung Waldeck-Frankenberg hat deshalb ein Apfelsaft-Projekt auf den Weg gebracht: Herstellung eines Streuobst-Apfelsaftes mit dem Qualitätssiegel des NABU-Bundesverbandes. Eine regionale Vermarktung in der Nähe von Edertal erfolgt in dem Bad Wildunger Kleeblatt-Laden der Lebenshilfe und im Hofladen Barthel in Altwildungen.

 
Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen bieten auch Feuchtwiesen oder Magerwiesen. Bei deren Pflege arbeitet der NABU Edertal mit örtlichen Landwirten und Schafhaltern zusammen. Aber für die ehrenamtlichen Helfer gilt es auch Hand anzulegen, wenn es z.B. darum geht, einen Standort des Breitblättrigen Knabenkrautes - einer heimischen Orchideenart - durch Mahd einer Feuchtwiese im Wesetal zu erhalten.  Pflege der Orchideenwiese im Wesetal

Auch bei der Betreuung der örtlichen Naturschutzgebiete engagieren sich Mitarbeiter des NABU Edertal im Auftrag der Oberen Naturschutzbehörde (Regierungspräsidium Kassel). Wichtig ist dabei ein enges Zusammenwirken mit den Forstämtern Bad Wildungen und Edertal.
 
 
Gefährdete Tier- und Pflanzenarten schützen

Biotopschutz ist der beste Artenschutz. Einzelne gefährdete oder gar vom Aussterben bedrohte Arten benötigen aber besondere Hilfe. So ist z.B. die Betreuung des Amphibienschutzzaunes bei Gellershausen alljährliche Routinearbeit. Daneben setzt der NABU Edertal Akzente durch Artenschutzprogramme. Dazu drei Beispiele:

Hilfe für den Laubfrosch

Der Laubfrosch ist im Kreis Waldeck-Frankenberg vom Aussterben bedroht. Das zeigt eine Untersuchung, die der NABU-Landesverband in Auftrag gegeben hat. Nur im Bereich der Gemeinde Edertal - in dem Kiesabbaugebiet zwischen Mehlen und Giflitz - gibt es noch eine nennenswerte Population. Nun geht es um konkrete Hilfsmaßnahmen. Dazu hat der NABU Edertal einen Diplombiologen beauftragt, der Vorschläge für biotopverbessernde Maßnahmen und die Schaffung neuer Laichgewässer erarbeitet.

Naturschutzjugend bei der Pflege des Amphibienschutzzaunes bei Gellershausen

 
Rauchschwalben in einem Edertaler Stall Schwalben gehören zum Dorf
Rauch- und Mehlschwalben - charakteristische Begleiter des Menschen in unseren Dörfern - leiden unter Wohnungsnot. Insbesondere die Rauchschwalbe ist durch den Rückgang der Viehhaltung und den Bau moderner Ställe zunehmend bedroht. Aber auch die Mehlschwalbe ist auf das Verständnis von Hausbesitzern angewiesen. Wie kann man Schwalben helfen? Antworten dazu gibt ein Info-Blatt, das der NABU Edertal herausgebracht hat. Gern stellt er geeignete Nisthilfen zur Verfügung.

Wasseramsel - ein Bewohner sauberer Bäche

Seit Jahren verfolgt ein NABU-Mitarbeiter die Bestandsentwicklung der Wasseramsel am Wesebach zwischen Frebershausen und Giflitz. Daß diese Vogelart wieder in erfreulich hoher Anzahl an dem relativ naturnahen Wesebach brütet, ist menschlicher Hilfe zu verdanken. Erst kürzlich wieder wurden neue, speziell für die Wasseramsel angefertigte Nistkästen unter den Wesebrücken angebracht.



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