11. Kreiszeltlager 
NAJU Waldeck - Frankenberg 
vom 18. bis 20. August 2000

Praktischer Artenschutz und regenerative Energiegewinnung standen im Mittelpunkt des elften Naturschutzjugend-Kreiszeltlagers.

40 Kinder und Jugendliche verbrachten drei Tage auf dem Waldeck-Höringhäuser Festplatz.
Mitglieder aus sieben Naturschutzjugendgruppen im Landkreis waren bereit gemeinsam bei der Biotoppflege mit anzupacken. Die Höringhäuser NABU-Gruppe mit der Vorsitzenden Karin McKie sorgte für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.
Auftakt am Freitag war traditionell eine Nachtwanderung,  bei der erfolgreich Ausschau nach Eulen, Käuzen und Fledermäusen gehalten wurde. Ein zünftiges Lagerfeuer beendete den ersten Tag.
Am Samstag waren Taten angesagt.

Das Waldameisen-Schutzgebiet „Rudolfshagen“ zwischen Ober-Waroldern und Höringhausen ist eines der größten in Deutschland. Der zuständige Revierförster Klaus Buhs erläuterte die vielfältigen Funktionen des Ökosystems Wald. Die Ameisenhaufen benötigen teilweise Schatten und Sonne, damit die Ameisen Ihre Puppen zum wärmen an die Oberfläche bringen können. Viele Faktoren sind ausschlaggebend für die Ansiedlung der Roten Waldameise.

Von den Teilnehmern wurde die praktische Schutzmaßnahme des Freischneidens der Ameisenhaufen von herabhängenden Ästen und Pflanzen in direkter Umgebung übernommen. Die jungen Naturschützer griffen zu Säge und Schere, um die völlige Beschattung der teilweise meterhohen Hügel zu verhindern.

Ein weiterer Programmpunkt bildete die Besichtigung der Windkraftanlagen auf der Sachsenhäuser Höhe. Gerhard Paul lieferte einen Einblick in die 60 Meter hohen Stahlkolosse. Paul erläuterte die Bedeutung regenerativer Energiequellen im Zuge der Nachhaltigkeit. Die mit 20 Meter langen Flügeln ausgestatteten Rotoren erzeugen bereits bei geringen Windgeschwindigkeiten elektrische Energie, die ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird.

Sachsenhäuser Windkraftanlagen

Tatkräftiger Einsatz war anschließend bei der Mahd einer Streuobstwiese gefragt. Mit Rechen und Gabeln trugen die Jugendlichen das Gras zusammen. An einem von der NABU-Gruppe Höringhausen betreuten Feldgehölz bauten die jungen Naturschützer den ehemals als Verbissschutz aufgestellten Zaun ab.

Beim gemeinsamen Grillen und Lagerfeuer am Samstag Abend vertieften die Jugendlichen und Kinder alte und neue Freundschaften. Viele besitzen schon langjährige Zeltlagererfahrung. Nach Spiel und Spaß am Sonntag Vormittag wies Jugendsprecher Arne Dyck auf zwei weitere mehrtägige Naturschutzjugend-Veranstaltungen hin:

Vom 15. bis 17. September findet ein Wild-Life-Kurs im Kellerwald statt. Vom 8. bis 14. Oktober treffen sich 60 Kinder und Jugendliche in Röddenau zu landesweiten Herbstfreizeit. Auch im nächsten Jahr sollen wieder kreisweite Seminare und Freizeiten angeboten werden.


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